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2013; 59 (2) Dimensionen der Ethik in der Pflege |
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Abhandlungen
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Bormann, Franz-Josef: Ein integratives Modell für die ethische Fallbesprechung |
| Da ethische Fallbesprechungen nicht nur in Kliniken ein wichtiges Instrument zur Implementierung einer ethischen Reflexionskultur darstellen, kommt es entscheidend darauf an, dass das verwendete Modell sowohl systematisch überzeugend als auch in der Praxis leicht anwendbar ist. |
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Fallbericht
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Grammer, Ilona / Mutz, Bettina: Fixierung in der Pflege |
| Das Rechtsgut der Freiheit erfordert einen sorgfältigen und wertschätzenden Umgang mit freiheitseinschränkenden Maßnahmen. Bei der Anwendung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen muss immer wieder geprüft werden, ob diese Maßnahmen aus pflegefachlicher Sicht notwendig und aus ethischer und rechtlicher Sicht vertretbar sind.
Idealerweise werden Maßnahmen zur Sturzprophylaxe gefunden, die die Freiheit nicht einschränken.
Für die pflegefachliche Einschätzung dient als Grundlage der Expertenstandards Sturzprophylaxe in der Pflege des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)... |
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Stichwort
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Wetzstein, Verena: Pflegeoasen. Begleitung und Pflege von Menschen mit weit fortgeschrittener Demenz |
| 1. Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz
Gegenwärtig leben in Deutschland etwa 1,4 Millionen Menschen, bei denen eine Demenz diagnostiziert ist, über die Hälfte davon mit Alzheimer-Demenz. Die Zahl der Betroffenen steigt ständig: Bis zum Jahr 2050 gehen Prognosen von ca. drei Millionen Menschen mit Demenz aus. |
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Geistlicher Impuls
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Splett, Jörg: Über Dank nachgedacht (nicht bloß anlässlich eines Geburtstags) |
| Markierungspunkte des Lebens laden zum Innehalten ein. Zur Einkehr bei sich, also – ganz wörtlich – zur Er-innerung. Sich erinnern aber lässt nachdenklich werden.
1. Nachdenken
Nach-denken, das meint zunächst: danach denken. Es ist darum nicht von ungefähr so, dass Erinnerung im üblichen Sprachgebrauch die Bedeutung von Rückschau angenommen hat: Vergegenwärtigung des Geschehenen, des Getanen wie des Erlebten. Daher ein ähnlicher Doppelsinn beim Wort »Geschichte«: was geschehen ist – was erzählt wird.
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Rezensionen
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Höver, Gerhard: Heribert Niederschlag/Ingo Proft (Hrsg.), Wann ist der Mensch tot? Diskussion um Hirntod, Herztod und Ganztod, Ostfildern (Matthias Grünewald) 2012 (Ethische Herausforderungen in Medizin und Pflege; Bd. 3), 140 Seiten |
| Nachdem es lange Zeit so schien, als sei die Frage nach dem Hirntod als einem verlässlichen Todeskriterium positiv entschieden, flammte diese Diskussion in jüngster Zeit wieder auf. Dies dürfte nicht zuletzt damit zu tun haben, dass im November des vergangenen Jahres die Neufassung des deutschen Transplantationsgesetzes in Kraft trat. Zu einer Diskussion wäre es hier aber wohl nicht gekommen, wenn es nicht auch medizinische Tatsachen gegeben hätte, die einen neuen Blick auf die Fragen nach dem Hirntod als der medizinischen und rechtlichen Grundlage für die Organspende erforderlich gemacht hätten. |
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Hübner, Anna: Michael C. Hall (ed.), Medical Tourism. The Ethics, Regulation, and Marketing of Health Mobility, London (Routledge) 2013 (Routledge studies in contemporary geographies of leisure, tourism and mobility; vol. 33), 220 Seiten |
| Der Medizintourismus (MZT) ist zu einem unumgänglichen und dringlichen Fachgebiet für die Tourismuswissenschaften geworden. Dazu geführt haben unter anderem der demographische Wandel, Änderungen in öffentlichen Gesundheitsversorgungen, wachsende Risiken in der Biosicherheit durch erhöhte Mobilität (d. h. Schutz vor der Ausbreitung von z. B. Bakterien und Viren von Menschen als Vektor), stetig steigende Ankunftszahlen im internationalen Touristenverkehr, ein steigendes Gesundheitsbewusstsein und die wachsende Bedeutung von Prävention und Alternativmedizin für die Lebensqualität. |
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Möst, Marianne: Teresa Loichen (Hrsg.), Sie schauen das Antlitz Gottes. Seelsorge nach Fehl- und Totgeburt, Regensburg (Pustet) 2012, 173 Seiten |
| Nicht selten enden festgestellte Schwangerschaften vorzeitig und der Tod eines Kindes tritt noch vor dessen Geburt ein. In einer Gesellschaft, in der Eltern zunehmend die Ankunft ihrer Kinder planen und deren frühe Entwicklung durch den pränatalmedizinischen Fortschritt mitverfolgen, wird niemand bestreiten, dass nach der bereits entstandenen Beziehung zum Kind dessen Verlust zum traumatisch erlebten Ereignis werden kann. Damit soll nicht die Trauer früherer Generationen relativiert werden, doch besteht kein Zweifel an der neu herausfordernden Dringlichkeit, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. |
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Buch, Alois Joh.: Bernhard Irrgang, Projektmedizin. Neue Medizin, technologie-induzierter Wertewandel und ethische Pragmatik, Stuttgart (Franz Steiner Verlag) 2012, 232 Seiten |
| Eine »Einführung in ethische und anthropologische Denk- und Argumentationsweisen in der Medizin, die immer stärker von biologischer Technologie dominiert werden«, will dieses Buch sein. Näherhin geht es dabei um medizinethische Konsequenzen eines ›Wertewandels‹, den Verf. im Gefolge sog. ›Projektmedizin‹ diagnostiziert: für letztere, die sich als »Anwendung hypermoderner Formen von Technologie« vollziehe und sich auf »Technoresearch und Technoservice« gründe, seien allein krankheits- und pflegeorientierte medizinethische Zugänge unzureichend, mithin werde eine darüber hinausgreifende ethische Grundlage erforderlich. |
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