Ethische Entscheidungen vor und nach der Geburt

Ausgabe: 3/2012

58. Jahrgang

Peter Dabrock/Ruth Denkhaus/Stephan Schaede (Hrsg.), Gattung Mensch. Interdisziplinäre Perspektiven, Tübingen (Mohr Siebeck), 2010 (Religion und Aufklärung; Bd. 19), 411 Seiten

Müller, Oliver

Auch wenn viele Medizinethiker anthropologische Argumente in ethischen Theoriebildungen kategorisch ablehnen, halten sich in der Debatte hartnäckig und mit größter Selbstverständlichkeit zwei Diskurse, die nicht anders als anthropologische zu nennen sind: Derjenige zum den sog. »Speziezismus« und derjenige um das »gattungsethische Selbstverständnis «. Die Speziezismus-Debatte entzündete sich an dem von Richard D. Ryder 1971 erstmals formulierten und dann Anfang der 1990er Jahre von Peter Singer und Richard Dawkins populär gewordenen Vorwurf, dass bestimmte ethische Vorannahmen im Bereich der Humanethik zu »Diskriminierungen« von Tieren führe, die Formen des Rassismus und Sexismus ähnlich seien.

Zum vollständigen Artikel | Artikel bestellen

Zurück